Wenn alles nichts hilft: Nackenfellschütteln?
Für das Nackenfellschütteln gibt es eine keine Entschuldigung! Aber dafür eine klare Übersetzung in die menschliche Sprache: S T I R B !
Dabei spielt es keine Rolle ob man ins Nackenfell oder an eine andere Stelle im Fell greift. Beissen und schütteln ist in der Sprache der Caniden ein gezielter Angriff mit der klaren Absicht zu töten oder zumindest ernsthaften Schaden anzurichten. Man wird niemals beobachten, dass ein Muttertier einen Nackenbiss anwendet, um ihre Welpen zurechtzuweisen, sondern ausschliesslich um ihre Kleinen gefahrlos von A nach B zu transportieren. Wer seinen Hund auf diese Weise zu disziplinieren versucht, kann mindestens davon ausgehen, dass der Hund sein Vertrauen in den Rudelführer verlieren wird. Mögliche Reaktionen auf diesen Angriff, denn der Hund empfindet das Nackenfellschütteln als lebensbedrohliche Attacke, sind:
- Scheue vor Menschen, insbesondere Handscheue
- Unsicherheit
- Verwirrung
- aggressive Gegenwehr zum Selbstschutz
Haben sie Fragen zum Thema Irrtümer in der Hundeerziehung oder Erziehungsmethoden beim Hund, dann wenden sie sich an Hundebetreuer Murat Karakaya aus Berlin. Hier gehts zum Kontakt
Nackenfellschütteln - Der Gedanke der dahinter steht
Noch immer gibt es Vertreter der harten Erziehungsmethoden...
...und genauso hartnäckig hält sich das Gerücht, dass der Hund einem nur folgt, wenn er Respekt vor seinem Rudelführer hat. Bei besonders sturen Rassen müsste man zuerst den Willen brechen, heist es. Trennen sie sich SOFORT von solchen Hundetrainern!
Genauso wie der Schnauzengriff oder der Alphawurf ist der Griff ins Genick oder das Nackenfellschütteln, eine veraltete, gefährliche und zudem kontraproduktive Erziehungsmethode zur Maßregelung eines unerwünschten Hundeverhaltens. Sie basiert auf der Beobachtung und Fehlinterpretation von Hunden, artverwandten Tieren und Katzen, die ihre Jungen beispielsweise bei drohender Gefahr in das Fell im Genickbereich packen um sie aus der Gefahrenzone zu schaffen.
Bei vielen Tierarten wird der Biss ins Genick und Nackenfell als schnelle Tötungsmethode angewendet um das Beutetier zu erlegen. Diese Information ist in jedem Hund genetisch fixiert und führt aus genau diesem Grund zu massiver Angst, Verstörung und Verunsicherung des Hundes. Und im schlimmsten Fall reagiert er mit massiver Gegenaggression zum Selbstschutz.
Was würden sie denn denken oder tun, wenn jemand sie, aus ihrer Sicht, mit Tötungsabsicht anpackt? Ich denke, wir verstehen uns!
Möchten sie mehr über artgerechte Hundeerziehung und Hundehaltung erfahren?dann wenden sie sich an Hundebetreuer Murat Karakaya aus Berlin. Hier gehts zum Kontakt
